Rundhallenbad
Therapie
Moorbad Neydharting

Geschichte des Moorbades

Im Jahr 1050 wurde das Moorbad Neydharting errichtet. Kaiser Rudolf I von Habsburg besitzt Neydharting ab 1264. Das Moorbad wurde im Jahr 1364 das erste Mal schriftlich in Lambacher Urkunden erwähnt. Rund 30 Jahre später erhob Kaiser Wenzel „Badstöber“ zu einem ehrsamen Gewerbe. 1446 wird Neydharting rittermäßiges Lehen und ab 1474 wird Neydharting zum landesfürstlichen Gut.

Theophrastus Paracelsus ein Schweizer Arzt und Naturforscher fand im Neydhartinger Moor 1525 die „Quintessenz“. In den darauf folgenden Jahren gab es immer wieder Höhen und Tiefen in Neydharting bis 1810 das steinerne Bad-Haus errichtet wird.
Durch Therese von Wagner wird Neydharting in der ganzen österreichischen-ungarischen Monarchie bekannt.

1940 erwirbt Otto Stöber das „Bauern-Badl“ und betreibt systematische Moorforschung er gründet das „Österr. Moorforschungsinstitut“
und entwickelt den Heilmoor-Schwebstoff und die Heilmoor-Trinkkur und begründet die medizinische „Moor-Ganzheitstheorie“.

In den Jahren von 1954-1959 wird das Kurhaus durch das Stiftungshaus und dem Paracelsushaus erweitert. 1971 wurde im Moorbad Neydharting das erste Rundhallenbad Österreichs gebaut und 1989 erwarb DDr. Stephan Wagner, MBA, MAS das Moorbad. Die Generalisierung des Moorbades wurde 2001 abgeschlossen und der Zubau der Rehaklinik Neydharting fand im Jahr 2006 statt. Seit Juni 2017 ist das Moorbad Neydharting Teil der SeneCura Gruppe und wird unter der Marke OptimaMed weitergeführt.

Geschichte des Ortes Bad Wimsbach-Neydharting

Im Jahr 1103 wird Wimsbach zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Nach einer alten Karte bestand Wimsbach 1470 nur aus wenigen Häusern, die am rechten Ufer des Wimbaches lagen. Dort dürfte auch der ursprüngliche Markt abgehalten worden sein. Noch heute nennt man dieses Gebiet "Alter Markt".

Bei den in den Jahren 1525 - 1632 herrschenden Bauernkriegen blieb Wimsbach nicht verschont. Am 20.11.1596 trifft ein Bauernschwarm in Wimsbach ein und belagert das Schloss des damaligen Freiherrn "Jakob von Aspan". 1646 vernichtet eine Brandkatastrophe das Schloss und den Markt zur Gänze. Auf den Resten der abgebrannten Burg wird jenes barocke Wohnschloss errichtet, das bis heute erhalten ist.

1800 fanden in Wimsbach die „Franzosenkriege" statt. Wenn man heute auf der Landesstraße von Wimsbach nach Lambach die Bachloherhöhe erreicht hat, so erinnert uns nichts mehr daran, dass hier einmal eine der blutigsten Schlachten zwischen Österreichern und Franzosen stattgefunden hat. Die beiden Weltkriege gehen an unserer Gemeinde nicht spurlos vorüber. Im Februar 1944 fallen bei Luftkämpfen die ersten Bomben auf Wimsbach.
Am Ende des zweiten Weltkrieges hatte die Gemeinde Bad Wimsbach fast 200 Gefallene und Vermisste zu beklagen.

1954 fand eine Namensänderung der Marktgemeinde Wimsbach statt. Die ab sofort "Bad Wimsbach-Neydharting" heißt,
um den Kurort mit dem Heil- und Moorbad besonders hervorzuheben.